Donnerstag, 28. November 2013

Hitch-Hiking, Wallaby-Kuscheln und "wilde" Party


Dieses Wochenende war es soweit: der Hitch-Hiking-Contest stand an. Was das ist? Ein Wettbewerb im Per-Anhalter-fahren. Bis zum Abreisetag wusste niemand wo es hingehen sollte, alles war ein großes Geheimnis. Letztendlich verschlug es uns nach Giesbeek, einem kleinen Örtchen nahe der deutschen Grenze. Der Weg dorthin war jedenfalls eine komplett neue Erfahrung! Darcey und ich waren ein Team und unser Ziel war natürlich, den Contest zu gewinnen. Mit Pappschildern und genug Proviant bewaffnet brachen wir also am Freitag gegen 10 auf. Abgesehen von der Zeit die man brauchte um ans Ziel zu gelangen, waren noch bestimmte Aufgaben ausschlaggebend - z.B. ein rohes Ei heile bis zur Ziellinie zu transportieren, Fotos von bestimmten Dingen zu machen etc. Dafür bekam man dann Zeit abgezogen. Darcey und ich konzentrierten uns allerdings eher darauf, von A nach B zu kommen.
Insgesamt hatten wir 5 verschiedene Fahrer, alle waren unglaublich nett und brachten uns dazu wieder an das Gute im Menschen zu glauben ;) Die erste Station die wir erreichen mussten war Den Bosch ('s Hertogenbosch), wo uns endlich unsere Endziel mitgeteilt wurde. Das war etwas enttäuschend, da wir eigentlich alle damit gerechnet hatten, Landesgrenzen zu überschreiten und nach Deutschland oder Belgien zu fahren. Doch als wir endlich, nach ca. 7 1/2h (davon 3 in Den Bosch, dort saßen wir am längsten fest, weil es schwierig war an die Autobahn zu gelangen) im De Tutenburg ankamen, war uns das egal, wir waren einfach nur froh einen warmen Tee trinken zu können und heil angekommen zu sein. Unsere Unterkunft war eine Art Jugendherberge mit Reiterhof, Spielplatz, großem Gemeinschaftsraum und... Wallabies! Ja, diese kleine Känguru-Art. Es ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel, wie diese hier den Winter überleben sollen, aber jedenfalls lebten 4 der süßen Tierchen im Hinterhof.







Samstagfrüh, nach einem lustigen und wein-reichen Abend, haben wir uns also erstmal zum kollektiven Wallaby-Kuscheln nach draußen begeben. Anschließend fuhren wir mit dem Bus ins nahegelegene Städtchen Doesburg, wo wir eine Art Schnitzeljagd absolvieren sollten - netter Gedanke, aber wir waren wohl fixer als die RA's sich das gedacht hatten und fanden alle Hinweise und den "Lösungssatz" in Windeseile...darum ging es dann nach einer heißen Schokolade auch schon wieder zurück in die Herberge. Dort beschäftigten wir uns nochmal mit den Wallabies, schauten Film, spielten Karten und bekamen zum Abendessen Spaghetti Bolognese serviert. Danach stand dann die Final Party auf dem Plan - unter dem Motto "Into the Wild". Darcey und ich hatten wunderschöne Leoparden-Outfits besorgt...da Darcey allerdings schon Samstagnachmittag nach Hause aufgebrochen war, weil sie unitechnisch so viel zu tun hatte, kam Wesley nun in den Genuss des Raubtier-Morgenmantels und ging sichtlich in seiner Rolle auf ;) Der Abend war dann echt lustig, haben schön getanzt und ich hab sogar fast den Preis für's beste Kostüm gewonnen - und auch wenn es nicht zum Sieg gereicht hat, immerhin kamen hinterher viele zu mir und meinten, dass ich hätte gewinnen sollen ;)
Den Hitchhiking-Contest haben übrigens Wesley und Kim gewonnen, doch da Kim genau wie Dacrey schon früher aufgebrochen ist, musste Wesley den Pokal allein entgegennehmen und ein Bier daraus exen ;)













  Der Typ mit dem grünen Hut hat übrigens den Kostümwettbewerb gewonnen...

Am nächsten Morgen machten Sierra und ich uns recht früh schon auf den Rückweg - im Gegensatz zu den meisten entschieden wir uns dafür, wieder per Anhalter zu fahren...und es klappte auch echt wie am Schnürchen! Wir mussten nie länger als 10min auf eine Mitfahrgelegenheit warten, alle waren sehr nett, und so schafften wir es innerhalb von nur 2h bis nach Hause! Wir kamen sogar nur 5min nach Wesley und Jon an, die mit dem Zug zur gleichen Zeit aufgebrochen waren! ;) Also das war ein voller Erfolg! Und entgegen meiner Befürchtung sie für immer verloren zu haben (mir fiel Freitagabend auf, dass sie fehlten...), fand ich meine Fahrradschlüssel im Laub neben meinem Rad wieder, juhu! Ich hab manchmal echt mehr Glück als Verstand haha!




Die Woche war bis jetzt ganz entspannt, gestern waren wir im Kino zu The Hunger Games II - Catching Fire...und es war echt gut! Leider viel zu schnell zu Ende- als ich das Gefühl hatte, der Film
ginge jetzt richtig los, war plötzlich Schluss...jetzt heißt es wieder ein Jahr warten.


 
Heute ist Thanksgiving und was ich da mache...gibt's dann im nächsten Eintrag!


Tot ziens!

Freitag, 22. November 2013

Familienbesuch!

 

Die letzte Woche verging dann wie im Fluge, denn ich hatte ja was, auf das ich mich freuen konnte! Denn: Besuch von Mama und Papa stand ins Haus! Nachdem ich also den Donnerstag und Freitagvormittag damit verbracht hatte, mein Zimmer und die Wohnung einigermaßen auf Vordermann zu bringen (ja, man wischt z.B. eben nicht jede Woche die Treppe...zumindest ich nicht ;)), sah ich das Auto dann gegen 4 auf unseren Hof fahren und freudig winkende Eltern stiegen aus. Ich wurde dann erstmal zum Auspacken helfen mit zum Auto zitiert..."Du nimm mal das von der Rückbank!"... nichtsahnend wollte ich die Decken rausnehmen, als dahinter plötzlich ein großes männliches Wesen zum Vorschein kam: Felix! Das war eine schöne Überraschung und ich hatte echt gar nicht damit gerechnet, dass das Brüderchen mit von der Partie sein würde. Wir hatten sogar an dem Tag noch geschrieben und er meinte er säße in der Physik-Vorlesung, der Schlingel! ;)
Nachdem alles in meinem Zimmer verstaut war ging es auf einen ersten Spaziergang durchs dämmernde Amsterdam - wir sind von PHK über den Nieuwmarkt, durch Chinatown und das Rotlichtviertel, über Dam-Square bis zur Central Station geschlendert und von dort am Hafen und Nemo vorbei wieder zurück zu PHK. Zu Hause kochten Mama und Papa dann Knoblauchspaghetti, dazu gabs leckeren Salat und frischen Südtiroler Parmesan... Lecker lecker! Danach spielten wir dann noch Canasta und gingen anschließend ins Bett, um Kraft für den nächsten Tag zu tanken ;)





Am Samstag frühstückten wir am Hafen (ganz ausgiebig, mit Ei und Bacon und Toast und Jogurt und allem drum und dran) und mieteten dann für Fefi und Papa Fahrräder. Danach ging es zum Anne-Frank Haus (die Wartezeit war mit 30min noch vergleichsweise erträglich), auf eine einstündige Kanalrundfahrt und einen Bummel durch die 9 Straatjes und die völlig überfüllte Kalverstraat. Zwischendurch gab es handgemachte Pommes von einem deutschsprechenden, lustigen Imbissbesitzer. Später waren wir dann noch lecker Sushi essen, im gleichen Restaurant wie Birte und ich, weil das einfach so lecker war! Danach haben wir dann den Abend gemütlich zu Hause ausklingen lassen.

Am nächsten Morgen gönnten wir uns wieder ein leckeres Frühstück und dann ging es für die drei auch schon wieder zurück nach Deutschland. Die Zeit ist also viiiiel zu schnell vergangen. Aber in 4 Wochen fliege ich ja dann auch schon nach Deutschland, also wenigstens ist es nicht so lange hin, bis ich sie wiedersehe :)






 Die Schlange am Anne Frank Haus wurde immer länger...






Die Woche war bisher recht unspektakulär - aber ich muss meine Energie bewahren für den Hitchhiking-Contest der heute losgeht! Was genau das ist und wie es war (hoffentlich wird es lustig!) erzähle ich dann beim nächsten Mal...;)

Tot ziens!

Mittwoch, 20. November 2013

Windmühlen, Karaoke und Fototour



Vorletzten Freitag waren Sierra und ich nochmal in Zaanstad, Sierra wollte etwas umtauschen gehen bei Primark, und ich habe die Gelegenheit für eine Fahrradtour genutzt und ihr Gesellschaft geleistet. Letztendlich haben wir dann noch einen Abstecher nach Zaanse Schans gemacht, einem historischen Freilichtmuseums-Dorf. Dort gab es den ersten Albert Heijn zu sehen (gegründet 1887), eine Käserei, eine Holzschuhwerkstatt etc. Und ganz viele hübsche Windmühlen und Häuser! In einer Distillerie haben wir dann ein paar Liköre probiert und uns jeweils ein schönes Stück Apfelkuchen und Heiße Schokolade mit Sahne im angrenzenden Café gegönnt. Nachdem wir dann noch ein bisschen über das Gelände spaziert sind, ging es wieder zurück nach Amsterdam und wir statteten ein zweites Mal der Buurtboerderij einen Besuch ab und ließen uns das Dreigängemenü schmecken.








 









Später hieß es dann Karaoke mit den Mädels! Erst wurde bei Lauren ein wenig vorgetrunken und dann ging es in die Karaokebar. Diese war allerdings ziemlich schäbig, sodass wir recht bald schon wieder los sind, um uns mit Pommes zu stärken. Danach waren wir dann allerdings so groggy, dass wir statt Tanzen zu gehen einfach nach Hause geradelt sind.


Samstag ging es dann nach Amsterdam Noord zu einem riesigen Flohmarkt. Es gab zwei große Hallen, in denen gefühlte dreitausend Stände waren und alle verkauften typisches Flohmarktzeug. Ich bin ja eigentlich ziemlich gut darin zu stöbern, aber ich war noch ein weniiig fertig vom Abend vorher und somit nicht wirklich in Wühllaune. Demzufolge durfte nur ein hübsches grüngemustertes Seidentuch mit nach Hause, alle anderen potenziellen Schätze musste ich unmotivierterweise zurücklassen ;)



Die Woche verlief recht ereignislos; am Mittwoch beglückte uns Amsterdam allerdings mit Bombenwetter! Das nutzten Sierra und ich für eine kleine Fototour, um die schönsten Seiten unserer Kurzzeit-Wahlheimat in Bildform festzuhalten. Ich hoffe euch gefallen die Bilder! :)









Der nächste Eintrag beschäftigt sich dann mit dem Besuch von Mama, Papa und Fefi - ich weiß ich hänge etwas hinterher, aber ich wollte jetzt nicht alles in einen Post quetschen ;)

Tot ziens!